Im Rahmen des Projektes „Aus der Traum? Künstlerische Aufbrüche und Reflexionen seit ’68“

Kuratoren: Claus Löser, Petra Schröck,Nils Förster

21.08. – 30.09.08

KALTER FRÜHLING – HEISSER HERBST
Prag ’68 und die Folgen
Das 68er Festival der Brotfabrik
21.08. – 30.09

Kuratoren:
Claus Löser (Kino), Petra Schröck (Galerie), Nils Foerster (Bühne)

Ab Mitte der 1960-er Jahre nahm das kulturelle Leben in der Tschechoslowakei einen bislang ungekannten Aufschwung: Literatur, Theater, Bildende Kunst, Musik und vor allem das Kino blühten unter den Bedingungen des poststalinistischen Tauwetters auf, fanden Anschluss an die Weltkunst. Der „Prager Frühling“ wurde zum Inbegriff der liberalen Innenpolitik unter Alexander Dubcek, die für kurze Zeit glauben machte, dass ein „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ tatsächlich möglich sein könnte. Mit dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts am 21. August 1968 war dieser Traum ausgeträumt, die „Bleiernen Jahre“ brachen an und hielten das Land quasi bis zum Jahr 1989 und seiner „Samtenen Revolution“ fest in ihrem Griff. Scheinbar. Denn wie viele Beispiele zeigen, kam es auch nach 1968 in der CSSR immer wieder zu wichtigen Akten von Zivilcourage, die den Herbst 1989 erst möglich machten. Unser Festival weist auf diese bemerkenswerten und überdauernden Werke hin, dies punktuell und in subjektiver Auswahl. Sie zeigt jedoch, dass die Niederschlagung des „Prager Frühlings“ letztlich ein Pyrrhussieg war. Und dass sich subversive künstlerische Energien stärker erweisen als Panzer und Bajonette.

Das Programm für Kino Bühne Galerie der Brotfabrik Berlin vom 21.08.08 – 30.09.08 finden Sie auf der Seite Termine.

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