Im Rahmen des Projektes „Aus der Traum? Künstlerische Aufbrüche und Reflexionen seit ’68“

Kuratorin: Jule Reuter

05.03. – 06.04.08

Die Ausstellung „Vollendete Zukunft“ stellt künstlerische Positionen vor, die sich mit dem Verhältnis von Utopie und Utopieverlust vor dem gedanklichen Hintergrund der historischen Ereignisse um 1968 im Westen und Osten auseinandersetzen. Provokant formuliert könnte man sagen, dass wir heute in der vollendeten Zukunft dessen leben, wofür die ‚68er‘ eingetreten sind. Sind die emanzipatorischen Aufbrüche und einstigen Ideale zur Veränderung von Gesellschaft heute obsolet?
Eine der Fragen, die die KünstlerInnen beschäftigt, dreht sich um die Möglichkeiten und Grenzen individuellen und kollektiven Protestes in einer demokratischen und zugleich vom Kommerz bestimmten Gesellschaft. Dabei werden Denkfiguren, Symbole sowie Protestformen der Vergangenheit, die um Widerstand und auch um Anarchie kreisen, gleichermaßen befragt und kritisch beleuchtet. Ein anderer Aspekt der Ausstellung widmet sich den künstlerischen Ausdrucks- und Handlungsformen. Gibt es neue Ansätze, in denen sich Provokation und der Wunsch, Grenzen zu überschreiten, artikulieren oder anders gefragt, ist Provokation überhaupt ein Anliegen? Welches sind heute Räume für Experimente, für neue Begegnungen zwischen Kunst und Betrachter, für die Äußerung von Zeitkritik?
Die Ausstellung zeigt dazu aktuelle Arbeiten von Janina Bücking, Peter Bux, Patrycja German, MK Kähne, Melanie Manchot, Andrea Pichl, Andreas Rost und Suse Weber.

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